
Konzerte

49. Wernsteiner Solistenkonzert
Warme Klangfarben trotzten der klirrenden Kälte!
Musikalische Vielfalt aus vier Jahrhunderten boten die sechs Musiker des Celloensemble der städtischen Musikschule Bayreuth gemeinsam mit Bettina Arnold an der Gitarre.
Am vergangenen Samstag führte Mathias Hartmann, Leiter des Celloensembles im nicht ganz gefüllten Festsaal der Waldorfschule, die Besucher zum 49. Wernsteiner Solistenkonzert durch das anspruchsvolle Programm. Zunächst erklangen die sechs Violoncelli harmonisch zusammen und boten von Antonio Vivaldi ein Allegro und ein Largo, wobei sich ein farbenfroher Klangteppich ausbreitete und das Publikum erfreute. Sodann rückte die junge Kulmbacher Cellistin Anna Schomacher in den Mittelpunkt der Romanze für zwei Celli von Bernhard Romberg begleitet und geführt von Mathias Hartmann.
Nach anfänglicher Aufgeregtheit meisterte sie das Duett mit Bravour.
Nun kam zudem die Gitarristin Bettina Arnold mit dem Divertimento op. 46 von B. Romberg zu den klangvollen Cellisten
hinzu und fügte sich mit zarten Klängen harmonisch ein.
Höhepunkt vor der Pause bildete die vom aufbrechenden Impressionismus
geprägte Musik von dem norwegischen Komponisten Edvard Grieg. Sowohl die Ballade für
sechs Celli, als auch "Solvejgs Lied" und "Einsamer Wanderer" wurden virtuos dargeboten, sodass die geheimnisvolle Natur der
nordischen Einsamkeit aufleuchtete.
Weiter ging es mit Peter Tschaikowsky´s "Valse Sentimentale" für Violoncello und Gitarre in dem die beiden
Musikkollegen der Freien Musikausbildung Mainleus Mathias Hartmann und Bettina Arnold ihr Können bewiesen. Die folgende
Serenade von Ferenc Fusz für fünf Violoncelli entpuppte sich als anspruchsvolle und schwer zu spielende Musikrarität.
Bezaubernd dargeboten wurde sodann "Der Schwan" von Camille Saint-Saens für Violoncello und Gitarre.
Das imposante Finale bildeten zwei Kompositionen von Friedrich Grützmacher ein Larghetto in E-Dur für fünf Violoncelli
und von Guillaume Paque das "Souvenir de Curis" für vier Celli. Der lang anhaltende Beifall des Publikums zwang die
Musiker zu einer Zugabe, dem sie gerne nachkamen.
Roland Friedrich vom Vorstand des Musikinstituts bedankte sich herzlich bei den Musikern und dem Publikum für die gelungene kurzweilige Veranstaltung und das Erscheinen trotz der klirrenden Kälte.
Zum Schluss verwies er auf das bevorstehende runde Jubiläumskonzert im Ahnensaal des Schlosses Thurnau am 22. April 2012 mit dem Bayreuth-Festival-Violinquartett. Für das bereits 50.Wernsteiner Solistenkonzert sind ab sofort Karten zu 25€/ 15€ unter der Telefonnummer: 09229/7569 erhältlich!
Fotografie von links nach rechts:
Mathias Hartmann, Heidrun Kamphausen, Bettina Arnold, Georg Kamphausen, Anna Schomacher und Jochen Blondke, hinter ihm verdeckt Martin John
So schön kann ein Liederabend sein !
Mit dem 48. Wernsteiner Solistenkonzert wurde am 12. November der
frisch renovierte Flügel der Freien Waldorfschule Wernstein würdig
eingeweiht.Hans-Martin Gräbner, der der Freien Musikausbildung Mainleus langjährig
als Klavierlehrer und auch als Pianist verbunden ist, brachte als Begleiter
der Sopranistin Gesche Geier mit ihr ein anspruchsvolles Liederprogramm
in den voll besetzten Saal der Schule. Nach selten zu hörenden Liedern von Franz Liszt und Alban Berg erklangen
drei eindrucksvolle Neuschöpfungen von Hans-Martin Gräbner. Die hohen Anforderungen und den
überraschenden Farbenreichtum besonders der Lieder von Liszt meisterte das Duo mit Bravour.
Mit silbrigem Timbre und zugleich deutlicher Artikulation verzauberte
Gesche Geier das Publikum. Präsent und lebendig interpretierte Hans-
Martin Gräbner den Klavierpart. Ein besonderer Genuss war das
ausgewogene und dynamische Zusammenwirken der beiden Künstler, die
sich übrigens nicht anmerken ließen, welche Schwerarbeit sie dabei
eigentlich leisteten.Den Zuhörern blieb auch verborgen, dass die Musiker sich hier noch einer
besonderen Herausforderung stellten: Unser Flügel ist auf den Kammerton a' = 432 Hz gestimmt, wodurch alle
Töne anders liegen als bei der allgemein üblichen Stimmung von 440 Hz
oder mehr.Für die Sängerin bedeutet dies, dass sie die Töne im jeweiligen
Zusammenklang gleichsam neu hören und finden muss, was ihr auch
souverän gelang.

Freuen wir uns auf weitere schöne musikalische Veranstaltungen !
Elisabeth Schulze
Ein weithin bekannter Begriff sind die „Wernsteiner Solistenkonzerte“ geworden, die bereits seit 1993 unter reger Beteiligung von Künstlern aus Polen und Tschechien stattfanden.
Aus dieser Zusammenarbeit entstand der Impuls, diesen Kulturaustausch weiterhin zu pflegen, so wurden die
„Europakonzerte“
ins Leben gerufen, von welchen das letzte im Herbst 2008 auf der Plassenburg mit großem Erfolg stattfand. Die Instrumentalschüler kamen nicht zu kurz, auch für sie gab es reichlich Gelegenheit ihr Können auf den regelmäßig durchgeführten Schülerkonzerten unter Beweis zu stellen.